Artur Allerborn und Heidi Fischer GbR
Spinnerei 44, 71522 Backnang
Artikel
U21-DM in Köln: Baden-Württemberg zweitbester Landesverband
Mit vier Finalisten, nämlich Kastriot Sopa (SpVgg Ludwigsburg), Vjaceslaw Spomer (Neckargartach), Igor Teziev (Esslingen) und Andreas Wahl (Backnang), präsentierte sich der Landesverband Baden-Württemberg bei den 4. U21-DM glänzend. Mit einmal Gold für den Ludwigsburger Sopa und drei Vizemeistern sowie Bronze bei den Frauen für die Ulmerin Brzezinska belegte Baden-Württemberg am Ende den zweiten Platz in der Verbandswertung hinter Brandenburg und vor Mittelrhein. "Wir haben Grund zum Feiern", sagte BVBW-Chef Jürgen Wiedemann nach dem Halbfinale. Gemessen an seinen wie immer hochgesteckten Zielen, zeigte sich allein Oli Vlcek nicht ganz zufrieden: Der Landestrainer hatte mit drei Titeln gerechnet. Jedoch trat Spomer schon seit dem Viertelfinale mit einer sehr schmerzhaften Rippenprellung an, wurde Terziev trotz Überlegenheit im Ring in Runde 3 nur wegen seines zu locker sitzenden Mundschutzes disqualifiziert, was freilich ärgerlich ist, und verlor Okosun-Bezwinger Wahl im Finale gegen den türkischen U19-WM- und Jugendolympia-Teilnehmer Patir aus Worms (ausführliche Finalkämpfe-Analysen weiter unten). Schwacher Trost für Vlcek: Alle fünf BW-Boxer außer Sopa, darunter auch der Karlsruher Marco Grund, verloren gegen die späteren Deutschen U21-Meister.
Für Andi Wahl kam es nun zur Spitzenbegegnung gegen den Spitzenboxer der türkischen Nationalmannschaft Can Patir aus Worms. In der Vorrunde konnte Andi bereits auf sich Aufmerksam machen und starke Athleten rausschmeissen. Mit Patir wartete jedoch eine wirklich große Aufgabe für den jungen Backnanger. Der Türke war WM 3. der Jugend und Olympiateilnehmer der Jugend 2010. In der Türkei gilt er als große Hoffnung, weshalb auch der Vizepräsident des türkischen Boxverbandes extra nach Köln zum Finale anreiste. Alle Vorrundengegner des Türken wurden angezählt. Das Viertelfinale endete sogar vorzeitig. Andi jedoch zeigte hier einen würdigen Abschluss seiner gesamten Turnierleistung. Drei Runden lang kämpften beide Athleten Kopf an Kopf. 3 x 3 Minuten Schlagabtausch ohne Pause. Beide Athleten konnten hier mehrere Wirkungstreffer anbringen, jedoch wurde keiner der beiden Athleten im Kampfverlauf angezählt. Für einen Punktsieg fehlte Andi noch das letzte Quentchen an internationaler Erfahrung. Mit 16:10 entschied der erfahrene Türke den Kampf für sich. Andi ist aber in der nationalen Spitze angekommen. Hatte er doch die Konkurrenz auf die Plätze verwiesen.
(Textauszug von der Seite des Baden-Württembergischen Boxverbandes)
Der Backnanger Juniorenboxer Wladislaw Baryshnik konnte bei der inoffiziellen offenen Deutschen Meisterschaft die Goldmedaille gewinnen.
In Wismar wird alljährlich das Turnier der „Olympischen Hoffnung des Nordens“ ausgerichtet. Es gilt als das leistungsstärkste Turnier in Deutschland in der Altersklasse (U15).
Das Turnier ist offen und es nahmen neben Mannschafen aus allen Bundesländern auch Auswahlmannschaften aus den Niederlanden, Belgien und Dänemark an dem hochkarätigen Wettkampf teil.
Wladislaw Baryshnik musste an drei Tagen in den Ring steigen, und konnte dabei hoch gehandelte Gegner in die Schranken weisen. So schlug er im ersten Kampf den Bayernmeister Sebastian Utz mit 17:10 Punkten deutlich. Im zweiten Gefecht stand ihm der niederländische Meister Stefan Djokic gegenüber, den er noch deutlicher mit 17:0 Punkten abfertigte. Lediglich im Finale musste der starke Backnanger alle Register seines Könnens ziehen und gewann nach einem spannenden Gefecht mit einem Punkt Vorsprung gegen den Meister von Nordrhein-Westfalen Hamlet Babayan. Erneut wurde der junge Backnanger zum besten Techniker des Turnieres ausgezeichnet, konnte den Pokal jedoch nicht mehr entgegennehmen, weil sein Team zu früh abgereist war.
Ferhat Yildiz und der Mehmet Sor fanden als einzige Backnanger Gegner auf einer Boxveranstaltung in Rottweil.
Da für die Zwillinge Mehmet und Ahmet Sor nur ein Gegner von geeigneter Qualifikation im gleichen Alter bei derselben Gewichtsklasse gemeldet war losten sie aus, wer von ihnen boxen durfte. Mehmet zog das Los und durfte gegen Tim Alberg an den Start. Der junge Backnanger scheint nur den Vorwärtsgang zu kennen, und bedrängte seinen Gegner mit druckvollen Kombinationen. Dieser entzog sich dem Schlagabtausch durch Klammern und Halten, konnte aber auf die lange Distanz Treffer setzen. Diese deutlichen Treffer brachten dem Neckargartacher dann auch den Punktsieg.
Ferhat Yildiz trieb ebenfalls seinen Gegner Ismael Bitikui vor sich her, und war in jeder Runde überlegen. In der dritten Runde hatte er hatte seinen Vorsprung auf drei Punkte ausgebaut. Unglücklicherweise erhielt er in den letzten Sekunden noch eine Verwarnung, da der Kampfrichter einen Schlag mit der Innenhand gesehen hatte. Diese Verwarnung kostete dem Backnanger dann zwei Punkte und der gastgebende Boxer kam dadurch bis auf einen Zähler heran. Doch der erfahrene Ferhat Yildiz ließ nichts mehr anbrennen und gab seinem Gegner keine Gelegenheit mehr zum Ausgleich.
Die Allerborn-Boxer werden am nächsten Wochenende in badischen Weinheim erneut am Start sein.
Zum Baden-Württemberg Cup in Waldshut Tiengen meldete Diplom-Sportlehrer Artur Allerborn zwei seiner Boxer. Ferhat Yidiz und Ahmet Sor sollten im Schwarzwald kein Glück haben, denn beide Backnanger unterlagen mit knappen Punktentscheidungen.
Der Schüler Ahmet Sor traf in der Gewichtsklasse bis 28kg in seinem ersten Faustgefecht auf den Villinger Kishenko. Dieser hatte bereits drei Kämpfe in seinem Kampfpass und konnte dank seiner größeren Routine die ausgeglichene Begegnung mit nur einem Punkt Vorsprung für sich entscheiden. Der Backnanger zehnjährige Boxer zeichnete sich jedoch durch eine saubere Technik und große Risikobereitschaft im Ring aus.
Der Routinier Ferhat Yildiz, der schon dritter der Deutschen Meisterschaften werden konnte, traf auf den frischgebackenen Landes- und Deutschen Meister Isah Bajrami aus Waldshut-Tiengen. Das Gefecht war alleine deswegen spannend, weil es eine Neuauflage eines Kampfes war, den Ferhat Yildiz vor wenigen Wochen vorzeitig für sich entscheiden konnte.
Der Allerborn-Schützling versuchte seinen Gegner mit dominanten Schlagkombinationen zu beeindrucken, doch der Schwarzwälder entzog sich gewandt dem Gefecht und punktete mit schnellen Kontern. Die Punktrichter entschieden sich für den Boxer aus dem gastgebenden Verein.
Trainer Allerborn war mit beiden Boxer sehr zufrieden - vor allem mit seinem jüngsten, der respektlos und mutig seinen ersten Kampf angegangen war.
Gold bei den Landesmeisterschaften
Zu den Landesmeisterschaften der U19 sind Viktoriya Avramenko und Andreas Wahl nach Friedrichshafen gefahren. Beide hatten sich schon für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert und dies sollte der letzte Test sein vor den nationalen Titelkämpfen.
Viktoriya Avramenko sah sich keiner leichten Aufgabe gegenüber. Die Ulmerin Olga Brzezinska ist immerhin Deutsche Vizemeisterin in der Eliteklasse. Entsprechend vorsichtig ging die Allerborn-Boxerin in der ersten Runde zu Werke und ließ ihr ansonsten äußerst druckvolles Boxen vermissen. Die Backnangerin erhöhte das Tempo in den Folgerunden und mit dem verschärften Tempo landeten ihre harten Schläge auch präziser und wirkungsvoll. Im Endspurt in der vierten Runde konnte Viktoriya Avramenko alles klar machen und einen Punktsieg und den Landestitel an die Murr holen.
Andreas Wahl, der im Schwergewicht beheimatet ist, trat gegen einen Boxer von Olymp Aalen an und hatte keine nennenswerten Schwierigkeiten, diesen letzten Test vor der Deutschen Meisterschaft zu gewinnen. Mit druckvollem Boxen auf der langen Distanz gelang ihm zwar kein vorzeitiges Ende aber ein deutlicher Punktsieg. Damit scheinen beide Backnanger Boxer mit dem Titel des Landesmeisters für die U19 DM gerüstet zu sein, die am kommenden Wochenende in Köln stattfinden wird.
Der Backnanger Zweitligaboxer Justin Rasiah hatte ist als Stammbesetzung im Federgewicht für den BC Chemnitz gemeldet und hatte in Schwedt seinen ersten Einsatz in der neuen Runde.
Der BC Chemnitz stand in Schwedt einer heimstarken Mannschaft gegenüber, die im Federgewicht den Deutschen Vizemeister Makro Lebeda (Cottbus) aufgeboten hatte.
Mit gewohnt kompakter Deckung eröffnete der Backnanger das Gefecht und konnte rasch in die Halbe Distanz vorrücken, von wo aus der Allerborn-Boxer seine wuchtigen Hakenkombinationen abschießen kann.
Im Verlauf des Kampfes stellte sich Marko Lebeda jedoch auf die Vorgehensweise des Backnangers ein, und konnte ihn häufig auf der langen Distanz stellen und mit geraden Fauststößen punkten.
So konnte der Backnanger den Beginn des Kampfes, der Cottbuser jedoch das Ende des Kampfes für sich entscheiden und nach einem insgesamt sehr ausgeglichenen Gefecht unterlag Justin Rasiah nach Punkten.
Der BC Chemnitz und der BC Schwedt trennten sich mit 12 : 12 Punkten unentschieden.
Denis Holder auf der Weltmeisterschaft
Der Schweizer Profiverband für das Kick-Boxen lud den Backnanger Denis Holder zur K1 Weltmeisterschaft in die Schweiz nach Uster ein. Dort stand dem Allerborn-Boxer der amtierende Weltmeister Jeton Zejna gegenüber. Denis Holder, der erst vor wenigen Monaten erfolgreich auf dem Europacup im Thai-Boxen gekämpft hatte, war durch dieses erfolgreiche Turnier in der Rangliste aufgestiegen und als Herausforderer für den Weltmeister akzeptiert worden.
Der Backnanger Boxer eröffnete das Gefecht mit langen Fauststößen, die der Schweizer wiederum mit starken Low-Kicks (den Tritten zum Oberschenkel) erwiderte. Mit zunehmender Rundenzahl erhöhte sich das Tempo, wobei beide Boxer bei ihrer Marschroute blieben - der Backnanger vornehmlich mit Boxtechniken und der Schweizer überwiegend mit Kicks. Für die exzellente Vorbereitung sprach, daß keiner der Kontrahenten in dem auf fünf mal drei Minuten angesetztem Kampf in seiner Leistung nach lies. Es gab eine temporeiche Begegnung mit zahlreichen Höhepunkten, wobei es Denis Holder immer besser gelang, sich auf die harten Low-Kicks einzustellen. Er blockte diese Tritte mit seinem Schienbein ab und konterte sofort mit harten Boxkombinationen.
Der offensive, druckvolle Stil des Schweizers beeindruckte die Mehrzahl der Punktrichter jedoch anscheinend mehr, als das kluge und technisch hochstehende Konterboxen des Backnangers. Mit einem nicht einstimmigen Urteil konnte der Schweizer seinen Titel und den Weltmeistergürtel behalten.
Der Allerborn-Boxer Paraskewas Fotiadis wurde vom Boxverein Gold-Blau Stuttgart als Verstärkung bei einem Mannschaftsvergleichskampf gegen den ehemaligen Erstligisten Bayer- Leverkusen eingeladen. Der junge Backnanger sollte auch alle in ihn gesetzten Erwartungen erfüllen und für die Stuttgarter Mannschaft einen Sieg und zwei Punkte erzielen.
Gegen Stefan Morawietz vom gastgebenden Verein hatte der blitzschnelle Backnanger, der nach längerer Verletzungspause wieder in den Ring gestiegen war von Anfang an mit seinen schnellen Führhänden überzeugen können. Aus der langen Distanz heraus trafen die geraden Fauststöße immer wieder. Der Bayer-Boxer konnte gelegentlich diesen langen Händen entgehen und versuchte in den Nahkampf zu gelangen, doch mit geschmeidigen Oberkörperbewegungen konnte Paraskewas Fotiadis die Angriffe ins Leere laufen lassen und selbst punkten.
Ein ungefährdeter Punktsieg war der Lohn für den Backnanger und er konnte damit zwei Punkte zum Gesamtsieg der Stuttgarter Mannschaft beitragen.
Die Backnanger Bundesligaboxer Justin Rasiah (für Chemnitz in der BL) und Andreas Wahl (für Hanau in der BL) traten bei einem Mannschaftsvergleichskampf in Schwäbisch Gmünd in Vorbereitung für die Bundesligasaison und für die Deutsche U 21 Meisterschaft in das Seilgeviert.
Schwäbisch Gmünd hatte sich eine Hessenauswahl für einen Vergleichskampf eingeladen und die beiden Backnanger als Einlagekämpfe vorgesehen. Beide Backnanger traten gegen Boxer an, die in der letzten Saison bereits in der Bundesliga aktiv gewesen waren und hatten damit hochkarätige Gegner, die die Veranstaltung in Schwäbisch Gmünd aufwerten konnten.
Justin Rasiah akzeptierte mit dem Schwäbisch Gmünder Gashi einen deutlich schwereren Gegner, der dementsprechend auch mit einer längeren Reichweite versehen war. Dem Allerborn-Boxer fiel es schwer, die abstoppenden Geraden von Gashi zu meiden, und er wurde immer wieder – auch durch eine zu tief hängende Deckung – im eigenen Angriff getroffen. Im Nahkampf hatte der schlagstarke Backnanger mit wuchtigen Hakenkombinationen seine Vorteile, sollte aber noch weitere Angriffswellen hinzufügen, nachdem er die Distanz überbrückt hatte. Justin Rasiah unterlag mit Punktwertung.
Andreas Wahl hatte mit Ali Kiydin den Hessenmeister und dritten der Deutschen Meisterschaft vor seinen Fäusten. Kiydin ist für Etwas zu respektvoll versuchte Andreas Wahl, der über eine herausragende Ausdauer verfügt, bei hohem Tempo einen direkten Abtausch in der ersten Runde zu vermeiden, was ihm auch gut gelang. Nach einem Tiefschlag und der dazugehörigen Verwarnung konnte der Allerborn-Boxer die erste Runde für sich verbuchen. In der zweiten Runde gelang es Andreas Wahl immer besser, seinen Gegner aus der Distanz und mit beweglicher Beinarbeit zu bekämpfen und auch der zweite Durchgang ging an ihn. Mit höchster Entschlossenheit ging Kiydin die dritte Runde an und es gelang ihm, Andreas Wahl wirkungsvoll am Körper zu treffen, der sich dies jedoch nicht anmerken ließ und mit Klammern Zeit zu gewinnen suchte. Trainer Allerborn bemerkte jedoch die Schwierigkeiten, in denen sein Schützling steckte, und gab den Kampf auf – der ja vor allem der Vorbereitung auf die U19 Deutsche Meisterschaft am kommenden Wochenende dienen sollte.
Das württembergische Landeskader fuhr auf drei Tage nach Közseg in Ungarn, wo Vergleichskämpfe mit einer ungarischen Auswahl auf dem Programm standen.
Zwei Boxer aus Backnang verstärkten das württembergische Team. Justin Rasiah im Bantamgewicht und Viktoriya Avramenko im Mittelgewicht sollten gegen ungarische Boxer Erfahrungen sammeln können und möglichst Punkte für die Württemberger Mannschaft beisteuern.
Justin Rasiah hatte mit Zsolt Hodosi der in Deutschland schon bekannt ist und für Velbert in der 1. Bundesliga boxt einen schweren Brocken vor den Fäusten. Doch der Allerborn-Boxer, der selbst in der 3. Bundesliga boxt, ging den Kampf respektlos an. Mit beweglicher Oberkörperarbeit arbeitete sich Justin Rasiah immer wieder an seinen Kontrahenten heran, um in der Halbdistanz mit wuchtigen Hakenserien zu punkten. Die Treffer des Ungarn aus der langen Distanz heraus gaben jedoch vermutlich den Ausschlag für dessen Punktsieg.
Viktoriya Avramenko stand der Ungarin Beatrix Pesti gegenüber, mit der sie kurzen Prozess machte. Druckvoll trieb Viktoriya ihre Kontrahentin vor sich her, bis diese in der Ecke gestellt wurde. Dort ging die Ungarin zum ersten mal nach einer harten rechten Geraden zu Boden. Nach dem zweiten Niederschlag gab die ungarische Seite bereits in der ersten Runde das Gefecht auf.